Tag der Arbeit

Erster Mai in der Region: Tausende Menschen machen Druck – und meinen es ernst!

05.05.2026 | Unter dem Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite!“ setzten die Teilnehmenden ein klares Zeichen für gute Arbeit und soziale Sicherheit. Die Botschaft ist unmissverständlich: Der 8-Stunden-Tag bleibt! Die Rente bleibt! Der Sozialstaat bleibt!

Am Mikro: Markus Hulm, Zweiter Bevollmächtigter, IG Metall Salzgitter-Peine. Im Hintergrund: Ministerpräsident Olaf Lies. Foto: Heiko Stumpe.

Agnieszka Zimowska, DGB-Region SON. Foto: Matthias Leitzke.

Flavio Benites, Erster Bevollmächtigter IG Metall Wolfsburg. Foto: Matthias Leitzke.

Ernesto Harder, Bezirksvorsitzender DGB Niedersachsen-Bremen-Sachsen-Anhalt. Foto: Peter Frank (d&d).

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Braunschweig: stabil, solidarisch, nazifrei
In Braunschweig standen rund 40 Rechtsextremisten 1.800 Gegendemonstrierende gegenüber. Die klare Haltung: Braunschweig ist stabil, solidarisch und steht zusammen – der 1. Mai bleibt nazifrei. Mit 1.500 Teilnehmenden bei der Demonstration und insgesamt rund 10.000 Menschen beim Internationalen Fest war Braunschweig der größte Veranstaltungsort der Region. Dort sprach auch Dr. Ernesto Harder, Bezirksvorsitzender des DGB Niedersachsen – Bremen- Sachsen-Anhalt.

Breite Beteiligung in der Region
In Salzgitter sprach Ministerpräsident Olaf Lies vor rund 4.000 Menschen: „Gute und sicherere Arbeitsplätze sind kein Luxus, sondern für wirtschaftliche Stärke und dauerhaften Erfolg unverzichtbar. Deswegen sind die Beschäftigten auch in herausfordernden Zeiten Teil der Lösung und nicht des Problems! 

Bezirksleiter Gröger in Wolfsburg
„Sicherheit ist nicht das Gegenteil von Veränderung – sie ist die Voraussetzung dafür, dass Beschäftigte den Wandel mitgehen", so Thorsten Gröger, IG Metall-Bezirksleiter, der in Wolfsburg als Redner am 1. Mai spricht. „Man deckt nicht das Dach ab, wenn draußen der Sturm tobt. Wer mitten in der größten industriellen Umwälzung dieses Landes den Sozialstaat schleift, baut den Beschäftigten keine Zukunft – er stellt sie in den Regen. Wer Sicherheit zerstört, sät Wut. Und wer Wut sät, darf sich nicht wundern, wenn Menschen den Glauben an Politik verlieren."

„Erwartungen übertroffen“
Agnieszka Zimowska, DGB-Regionsgeschäftsführerin, erklärt: „Dieser 1. Mai hat unsere Erwartungen übertroffen. Tausende Menschen haben gezeigt, dass sie für Gerechtigkeit, Sicherheit und gute Arbeit einstehen. Gerade in bewegten Zeiten ist dieser Zusammenhalt entscheidend.“ Die hohe Beteiligung zeigt: Beschäftigte sind bereit, Haltung zu zeigen – auch an einem verlängerten Wochenende bei bestem Wetter. Sie erwarten zu Recht Sicherheit, Respekt und Verlässlichkeit. Wer den Sozialstaat infrage stellt, Arbeitszeiten aufweichen oder soziale Sicherheiten abbauen will, bekommt eine klare Antwort: nicht mit den Beschäftigten. Sie stehen zusammen – am 1. Mai und weit darüber hinaus.