Die IG Metall in SüdOstNiedersachsen

eine Region - eine Verantwortung

3. Tarifverhandlung ergebnislos - IG Metall kündigt Ausweitung der Warnstreiks an

Hannover - Die dritte Tarifverhandlung für die 75.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Niedersachsen wurde am heutigen Freitag erneut ohne Ergebnis vertagt. Die vierte Tarifverhandlung findet am 27. Februar in Hannover statt. Hartmut Meine, IG Metall-Bezirksleiter für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, übte deutliche Kritik am Verhalten der Arbeitgeber: "Anstatt konstruktiv zu verhandeln, mauern sich die Arbeitgeber weiterhin ein. Bewegt haben sie sich nicht, lediglich altbekanntes wiederholt. Um sie aus ihrer Trägheit herauszuholen, werden wir jetzt mit Großaktionen antworten und den Druck massiv erhöhen."

Große Warnstreikaktion während der 3. Tarifverhandlung in Hannover

Besonders scharf kritisierte Meine die von den Arbeitgebern verfolgte Verschlechterung der Altersteilzeit. "Nur noch besonders belastete Beschäftigte, wie Schichtarbeiter, sollen Altersteilzeit in Anspruch nehmen können. Eine Reduzierung der Quote auf 2 Prozent soll vorgenommen werden und dann sollen die Beschäftigten auch noch später, nämlich erst mit 64 Jahren, in die Freistellungsphase der Altersteilzeit gehen können. Diesen Horrorkatalog werden wir keinesfalls akzeptieren."

 

Zum Auftakt der dritten Tarifverhandlung für die Metall- und Elektroindustrie in Niedersachsen hatten rund 1.800 Beschäftigte aus 17 Betrieben der Region Hannover mit einer großen Warnstreikaktion ihrer Wut über das mickrige Angebot der Arbeitgeber Ausdruck verliehen. Insgesamt haben sich bisher mehr als 24.000 Beschäftigte aus 177 Betrieben an Warnstreiks im IG Metall Bezirk Niedersachsen und Sachsen-Anhalt beteiligt.

(13.02.2015)

 


 
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