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Große VW-Vertrauensleutekonferenz in Braunschweig: "Vertrauensleute bilden Rückgrat der innerbetrieblichen Demokratie"

Braunschweig – An der Großen IG Metall-Vertrauensleutekonferenz nahmen mehr als 1.900 Vertrauensleute aus den Werken der Volkswagen AG und der Financial Services teil. Zwei Themenfelder bestimmten die Vorträge und Debatten der Konferenz am heutigen Samstag in Braunschweig: Mitbestimmung und die Tarifrunde bei Volkswagen.

Kämpferische Stimmung und spannende Diskussionen auf der Großen VW-Vertrauensleutekonferenz in Braunschweig. Foto: Heiko Stumpe

In Anbetracht der 2015 anstehenden Tarifrunde für die rund 110.000 Beschäftigten von Volkswagen und der Financial Services stimmte Hartmut Meine, IG Metall-Bezirksleiter für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, die Anwesenden auf harte Verhandlungen ein: „Die IG Metall geht mit einem ambitionierten Forderungspaket in die Tarifrunde: 5,5 Prozent mehr Geld und die Erhöhung der Zahl der Ausbildungsplätze auf 1.400. Darüber hinaus wollen wir Gespräche über einen ‚Zukunftsplan Gute Arbeit‘ mit der Unternehmensseite aufnehmen. Die Durchsetzung des Forderungs-Dreiklangs wird sicherlich kein Spaziergang und erfordert engagierte Vertrauensleute.“

 

Bernd Osterloh, Vorsitzender des Gesamt- und Konzernbetriebsrates der Volkswagen AG, betonte, dass Vertrauensleute eine zentrale Säule der qualifizierten Mitbestimmung bei Volkswagen seien. „Vertrauensleute und Betriebsräte sind ein Erfolgsteam und der Garant für die qualifizierte Mitbestimmung. Vertrauensleute sind ein wichtiger Bestandteil der Meinungs- und Willensbildung im Unternehmen. Vertrauensleute sind die Grundlage der gewerkschaftlichen Schlagkraft bei Volkswagen.“

 

Detlef Wetzel, Erster Vorsitzender der IG Metall: „Die Vertrauensleute sind die Botschafter für Demokratie, Beteiligung und Mitbestimmung im Betrieb, die sich nicht nur für gute Arbeit sondern auch in ihrer Region für gute Lebensbedingungen einsetzen. Sie bilden das Rückgrat der innerbetrieblichen Demokratie. Der VW-Konzern profitiert seit langem von diesem erfolgreichen Beteiligungsmodell, an dem sich andere Unternehmen ein Beispiel nehmen sollten. Das Modell der Mitbestimmung hat sich als stabilisierender Faktor grundsätzlich bewährt. Um auf die sich verändernden Bedingungen in den Betrieben besser reagieren zu können, bedarf es aber erweiterter gesetzlicher Regelungen zur Mitbestimmung.“

 

Hintergrund:

Über die Entgeltforderung für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie, der Volkswagen AG sowie der Financial Services wird am 25. November in den Tarifkommissionen abschließend entschieden. Der IG Metall-Vorstand beschließt die Forderung am 27. November 2014. Die erste Tarifverhandlung für die Beschäftigten von Volkswagen wird am 4. Februar stattfinden.

 

(Presseinformation des IG Metall-Bezirks Niedersachsen und Sachsen-Anhalt)

(22.11.2014)

 


 
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