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IG Metall macht Weg für Tarifgespräche frei: Harte Konflikte erwartet

Die IG Metall Tarifkommission hat sich am heutigen Montag einstimmig für die Aufnahme von Tarifgesprächen mit Volkswagen ausgesprochen. Voraussetzung war, dass Volkswagen am Freitag, den 8. September erkennen ließ, dass sie zu konkreten Produktzusagen bereit ist. Gegenstand der Gespräche werden jetzt Vereinbarungen zu Produkten, Investitionen und Auslastung der sechs westdeutschen Werke sein, aber auch Inhalte des Tarifvertrages.

"Wir erwarten harte Konflikte mit dem Vorstand von Volkswagen. Die platte Forderung nach Einführung der 35-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich weisen wir entschieden zurück", so IG Metall Bezirksleiter Hartmut Meine.

 

Volkswagen ist grundsätzlich bereit, konkrete und nachhaltige Zusagen für die sechs westdeutschen Standorte zu geben, wenn die IG Metall bereit ist, eine Reduzierung der Personalkosten zu akzeptieren. "Eine Erhöhung der Arbeitszeit um 6,2 Stunden wird es ohne jeglichen Lohnausgleich mit uns nicht geben. Wir haben Volkswagen klargemacht, dass es ohne verbindliche Zusagen für alle sechs Standorte keinen Kompromiss geben kann. Unter anderem muss der neue Golf am Standort Wolfsburg gefertigt werden und eine beschäftigungsorientierte Lösung für die Gießerei in Hannover auf dem Tisch liegen", so Hartmut Meine in der dreistündigen Sitzung der Tarifkommission.

 

Das erste Tarifgespräch zwischen IG Metall und Volkswagen wird am 18. September stattfinden.

(11.09.2006)

 


 
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