

Salzgitter – Rund 1.000 Jugendliche sind am heutigen Dienstag für die unbefristete Übernahme nach der Ausbildung in Salzgitter auf die Straße gegangen. Auszubildende der Firmen Alstom, Bosch, Funkwerk, MAN, Meyer, SMAG, Voith, VPS Salzgitter, Stoll sowie der Salzgitter Service und Technik forderten verlässliche Ausbildungs- und Berufsperspektiven und ein Ende der prekären Arbeitsverhältnisse. Dabei wurden sie von Auszubildenden von Volkswagen unterstützt.
Rund 100 Vertrauensleute und Betriebsräte der IG Metall haben heute spontan vor dem Gewerkschaftshaus in Wolfsburg gegen die Pläne der EU-Kommission protestiert, ein zweites Mal vor dem Europäischen Gerichtshof Klage gegen das VW-Gesetz einzureichen.
Anlässlich des Vorhabens der EU-Kommission, erneut gegen das VW-Gesetz zu klagen, erklärt der 1. Bevollmächtigte der IG Metall am Konzernsitz Wolfsburg, Frank Patta: "Ich bin empört über die Überlegungen der EU-Kommission, das VW-Gesetz erneut vor den Europäischen Gerichtshof bringen zu wollen. Trotz der bitteren Erfahrungen aus der Wirtschafts- und Finanzkrise der letzten Jahre halten die Kommissare an ihrem neoliberalen Irrweg fest."
Der Ortsvorstand der IG Metall Wolfsburg hat heute dem Wunsch des VW-Konzernbetriebsrats entsprochen, Frank Patta entgegen der bisherigen Planungen nicht mehr zu einer Wiederwahl als Ersten Bevollmächtigten antreten zu lassen.
Dem Aufruf der IG Metall Salzgitter-Peine zum heutigen Warnstreik folgten weit über 2000 Beschäftigte zahlreicher Salzgitter AG Betriebe. Zudem kamen Delegationen aus Betrieben der Metall-, Elektro- und Automobilindustrie, um sich mit den Forderungen der Stahlbelegschaften solidarisch zu zeigen.
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